Das Zusammenwachsen der Länder

Seit der Gründung der EGKS, der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl im Jahr 1951, auch Montan Union genannt, ist auf dem Weg der europäischen Einigung einiges geschehen. Nicht zuletzt auch durch den Euro ist der Verbund aus Staaten wirtschaftlich und politisch immer weiter zusammen gewachsen. Dass das nicht ohne Schwächen und Nachteile möglich war, zeigt die aktuelle Entwicklung um die Europäische Staatsschuldenkrise und ihr befürchtetes Übergreifen auf die anderen, noch überlebensfähigen EU Länder wie Spanien oder Italien. Was man jedoch nicht vergessen darf ist, dass dieses Zusammenwachsen uns auch unbestreitbar große Vorteile gebracht hat, man denke in diesem Zusammenhang nur an die Reisefreiheit innerhalb der EU oder die starke wirtschaftliche Verflechtung untereinander, die ohne den Abbau der Zollschranken kaum möglich gewesen wäre.

So sind die meisten Unternehmen in der EU heute international aufgestellt und arbeiten bzw. liefern in alle Länder der Union, nicht zuletzt auch daher, dass es so viel einfacher geworden ist, als früher. Vor diesem Hintergrund ist auch die Niederlassungsfreiheit zu nennen, die enorm wichtig ist. Durch die breite Aufstellung der Unternehmen ist es immer öfter erforderlich, dass man sich auch als Arbeitnehmer nicht auf ein Land fokussiert, sondern bereit ist, auch über Grenzen hinweg zu arbeiten. Ein Umzug innerhalb der EU ist heute kein Problem mehr, der bürokratische Aufwand im Vergleich zu früher fast schon als marginal zu bezeichnen. Davon profitiert nicht nur die Wirtschaft, sondern davon profitieren nicht zuletzt auch die Menschen selbst. Dank der Europäischen Einigung wächst zusammen, was zusammen gehört, so heißt es auch in der Europahymne “Deine Zauber binden wieder; was die Mode streng geteilt; alle Menschen werden Brüder; wo dein sanfter Flügel weilt.