Rumänien

Das Land Rumänien liegt geografisch im Grenzraum des südöstliche Europa und Mitteleuropa. Das landschaftlich reizvolle Rumänien erstreckt sich von der Schwarzmeerküste über die Karpaten bis hin zur Pannonischen Tiefebene. Das Land wird von fünf anderen Staaten begrenzt, Bulgarien im Süden, Ungarn und Serbien im Westen, die Ukraine im Norden und schließlich Moldawien an der Ostseite. Nach Beendigung des Kalten Krieges näherte sich Rumänien dem Westen so weit an, dass es im Jahre 2004 der NATO und 2007 der Europäischen Union beitreten konnte.

 

Das Gebirgsland Rumänien

Das bestimmende Gewässer in Rumänien ist die Donau, vor allem wird dieses Land aber durch seine Gebirge geprägt. Die Landschaft besteht zu jeweils einem Drittel aus Hochland, Ebene und Gebirge. Die mächtigen Karpaten trennen die Moldau, die Walachei und das Gebiet von Siebenbürgen, auch als Transsilvanien bekannt, voneinander. Diese drei historischen Regionen bilden zusammen das heutige Rumänien. Inmitten des Landes liegt das Siebenbürgische Hochland, umschlossen von Apuseni-Gebirge und Karpatenbogen. Das Moldauer Hochland befindet sich im Nordosten, an der Grenze der Ostkarpaten. Die Südkarpaten trennen die Walachische Tiefebene von Siebenbürgen. Die Walachei wiederum wird im Westen vom Banater Gebirge begrenzt. Rumänien und seine Naturlandschaft sind also im wesentlichen von Gebirgszügen bestimmt.

 

Wald und Wasser

Rumänien ist in seiner Fläche zu beinahe einem Drittel mit Wald bedeckt. Hier findet der Naturliebhaber eine reiche Artenvielfalt an Bäumen vor. Über 1.800 Metern Höhe gibt es nur noch die Bergweide. Darunter beginnt die Nadelwaldzone und ab 400 Metern dann die Buchenwaldzone mit vielen unterschiedlichen Laubholzgewächsen. Ganz unten wächst der Eichenwald mit seinen charakteristischen Bäumen, wie beispielsweise Ahorn, Pappel, Platane und Linde. Die Donau ist einer der wichtigsten Verkehrswege des Landes und durchfließt Rumänien auf einer Länge von über tausend Kilometern. Im landschaftlich äußerst reizvollen Donaudelta mündet der Fluss dann schließlich ins Schwarze Meer. Das größte Feuchtgebiet Europas ist geprägt von seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt, die ihresgleichen sucht. In Rumänien finden sich weitere, kleinere Flüsse und ursprüngliche Seen, die zur attraktiven Naturkulisse des Landes wesentlich beitragen.

 

Die reichhaltige Fauna

Rumänien verfügt mit 3.600 Gattungen über eine besonders artenreiche Tierwelt. Viele weit verbreitete Tiere tummeln sich hier, es gibt aber auch seltene Arten und solche, die ausschließlich in Rumänien vorkommen. In den Karpaten findet man etwa ansehnliche Populationen von Gämsen, Bartgeiern, Bären, Wölfen und Luchsen.

 

Tourismus

Rumänien ist landschaftlich eines der abwechslungsreichsten Länder Europas und somit auch für Touristen sehr interessant. Kulturinteressierte Reisende finden eine reiche Auswahl an architektonisch reizvollen Sakralbauten, urwüchsigen Dörfern und historischen Städten. Naturliebhaber finden in Rumänien vieles zu entdecken und Aktivurlauber können sich in den Gebirgen so richtig austoben. Die meist frequentierte Urlaubsregion in Rumänien ist jedoch die herrliche Schwarzmeerküste. Die weißen Sandstrände ziehen jedes Jahr zahlreiche Badegäste an, die dort auch ein vielseitiges Wellnessangebot genießen können. Archäologische Funde belegen, dass die Ferienkultur der rumänischen Schwarzmeerküste auf ein weit zurück reichendes Erbe verweisen kann. Schon die alten Römer und antiken Griechen wussten die Region für ihre Erholung zu schätzen. Heute kommen lebendige Küstenorte hinzu, die dem modernen Urlauber neben Erholung auch eine ausgeprägte Erlebniskultur zu bieten haben.